Projektidee

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Eine Projektidee zur Förderung regionaler Aktivitäten durch regionale Währung

Das Problem

Der EURO macht es deutlich: es gibt weniger und weniger Geld, und Berlin macht es sichtbar: das Gleichgewicht zwischen öffentlichen und privaten Bankkonten fällt fürs Gemeinwesen ungünstig aus. 

Was tun? 

Das bekannteste Beispiel ist Wörgl, die österreichische Stadt, die ihre Währung so um 1930 druckte.  Neuer ist das sehr erfolgreiche Experiment von Curitiba in Brasilien, wo seit 1965 Gutscheine zunächst dafür benutzt wurden, dass die Armen der ‚favelas’ Müll trennten und dafür Bus fahren konnten.  Mittlerweile ist die 2-Millionen-Stadt dafür bekannt, dass sie Menschen aufnimmt, die auf dem Land nicht mehr überleben können.  Laut UNO gilt sie als ökologischste und sozialste Stadt der Welt. 

In Argentinien druckt ein Psychiater ‚creditos’, die bei Tausch-Märkten regelmässig von 8000 Menschen benutzt werden.  Seit Ende der 80er Jahre gibt es etwa 2500 Tauschringe weltweit, die ‚lokale Währungen’ benutzen.  Aber die Kaufkraft lokaler Währungen ist nicht zu vergleichen mit der von offiziellen.   Dieses Argument ist jedem Finanzamt und jeder Bank gegenüber anzubringen.   Wenn mal 50% aller Geschäfte mit regionalem Geld abgewickelt werden, können wir anders argumentieren.

Kommerzielle ‚Barter-Firmen’ machen ihr Geschäft aus dieser Situation, indem sie Angestellte haben, die dafür sorgen, dass ihre Mitglieder untereinander tauschen.  Dafür verlangen sie hohe Mitgliedsbeiträge und etwa 7% pro Transaktion.

Aus all diesen Experimenten hat sich mittlerweile der Trend zur ‚regionalen Währung’ entwickelt, die das Beste von allem vereinbaren sollte:

1.      Umlaufsicherung statt Horten

2.      leichte Handhabung

3.      Einbeziehen von

a.      Mindestens einer Bank

b.      Firmen und Unternehmen

c.      Selbständigen und Arbeitslosen

4.      Verwaltung (einschl. Umtausch in Euros und andere Komplementärwährungen) und Werbung.

Die Realisierung

Die Einführung der Idee als ‚Punktesystem’ sollte jedem einleuchten, ohne dass man gross politisch oder ökonomisch argumentieren müsste.  

Um für die notwendige regionale Akzeptanz zu sorgen, sollte sich jedoch jemand ganzzeitlich damit befassen.  Denn es bedeutet vor allem für folgendes zu sorgen:

1.      wichtige ‚Paten’ oder ‚Gründerfirmen’ finden wie Banken und Energie-Firmen

2.      die Infrastruktur der gewählten Technologie bestimmen (Gutschein / Sparbuch / SmartCard)

3.      Informations-Broschüren drucken

4.      Mitglieder-Werbung belohnen

5.      Veranstaltungen für bestehende Mitglieder zu organisieren.

Ich selbst stehe als Initiatorin bedingt zur Verfügung, denn meine Hauptaufgabe liegt bei der Entwicklung meiner Software und ihren weitreichenden Anwendungen, die ich hoffentlich mit Havel-Talern schneller realisieren kann als mit Euros.

Ansprechpartner: Sabine Kurjo

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